Angelika Gransow – E35530 Villa de Teguise/Lanzarote – Calle Carniceria 28
und in Deutschland : 65812 Bad Soden am Taunus
Mobil deutsch 00491637756325
Email: taliatara.terapias@gmail.com – www.heilkunst-auf lanzarote.com

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Therapeutische Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen
und deren Angehörigen

Ich möchte meinem kleinen Vortrag ein Zitat von Paracelsus voranstellen,
welches meine Grundhaltung zu meiner therapeutischen Arbeit am Besten
beschreibt:

„Die beste Medizin für den Menschen ist der Mensch.
Der höchste Grad an Arznei ist die Liebe“

Für mich ist der Demente zuallererst ein ganzer Mensch mit Wünschen,
Sehnsüchten und vor allem auch mit Gefühlen und Herz.
Ich möchte jedem Wesen würdevoll und von Herzen begegnen.
In meinen Heilbehandlungen gebe ich Ihnen viel Raum zum Entspannen,
sich getragen und geborgen fühlen.

Die Menschen, die meine Behandlungen in Anspruch nehmen möchten,
finden bei mir eine Auszeit von Funktionieren müssen und zeitlichem und
emotionalem Stress.
Sie können sich bei mir einen Raum für sich und ihre eigenen Anliegen gönnen.

Demenz scheint mir eher ein anderer Zustand im Leben zu sein, als eine Krankheit.
Selbst wenn das Gedächtnis -nervlich bedingt – nachlässt oder Gehirnareale
beginnen abzusterben.

Demenz ist für mich nicht nur ein Defizit, wo die Verstandeskraft und das sich
Erinnernkönnen langsam nachlässt, sondern auch ein möglicher Schutzmechanismus.
Schutzmechanismus vor zu viel Input, Reizüberflutung und den endlosen
Negativmeldungen, die täglich versuchen uns in Angst und Schrecken zu versetzen…
Vielleicht ist für einen Menschen in dieser Lebensphase der Demenz alles gesagt,
getan und gelebt.

Und er tritt ein in die Welt der Monologe statt der Dialoge.
Vielleicht sehnt sich der betroffene Mensch seelisch danach, den Rückzug in die
eigene innere Welt antreten zu dürfen.
In der Demenz können Vergangenheit und Gegenwart eins werden.
In der Demenz können sich Menschen verhalten fern von jeglichen Konventionen
und Normen, die sie in ihrem bisherigen Leben gefangen hielten-
Endlich können sie sich den anderen Aspekten ihres Lebens hingeben,
die sie bislang nicht gelebt haben.

Halt „VER-RÜCKT“ sein..an einen anderen Ort des Wahrnehmens und Lebens“
Wobei es auch ein spannender Aspekt für mich ist, mal zu definieren, was für
jeden Menschen Wahrheit bedeutet und was normal und was verrückt ist.
Vielleicht können diese Menschen durch die Möglichkeit, sich dem Fluss der
Erinnerungen hingeben zu können, alte Schmerzen und Traumata loslassen
und/oder mit Ihnen Frieden schliessen.

Für Angehörige und Therapeuten finde ich es besonders wichtig, dass wir nicht
so sehr auf die Bedeutung des Verstandes Wert legen, sondern die Dementen
und ihre Angehörigen ermutigen, Spass miteinander zu haben, Gefühle zu leben,
zu lachen und tanzen, zu musizieren und malen….
Leiblichkeit, Sinnlichkeit, Kreativität und Sinnlichkeit gemeinsam zu geniessen..

– Vielleicht ist die Demenz die Stille nach dem Sturm des bislang gelebten Lebens.

Deshalb gilt es zu allererst in einem Gespräch heraus zu finden, was der Betroffene sich
wünscht, wann und warum seine Symptome angefangen haben und wie er von mir
und von seinen Angehörigen unterstützt werden möchte..

Im Mittelpunkt steht für mich der Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen.
Zu der Hilfe und Unterstützung mit cranio sacralen Heilbehandlungen,
möchte ich zuerst ein wenig darüber informieren, was diese Arbeit ausmacht
und worauf sie basiert:

wir besitzen neben dem Herz und Atemrhythmus noch einen dritten Rhythmus:
das ist der Cranio-Sacral-Rhythmus – der Atem des Lebens, der in den Geweben, in
den Flüssigkeiten – insbesondere in der Gehirnflüssigkeit (Cerebrospinalflüssigkeit)-
und im ganzen Körper wirkt.
Ist dieser Rhythmus gestört, wirkt sich das negativ auf das körperliche und seelische
Wohlbefinden aus und die Entwicklung und Funktionsfähigkeit des ganzen Menschen
kann beeinträchtigt werden.
Die Therapie bringt Disharmonien auf verschiedenen Ebenen wieder ins Gleichgewicht.
Ich folge diesen feinen inneren Bewegungen und erhalte Einblicke in den gesamten
Gesundheitszustand: Blockaden, Verletzungen, seelische Traumata etc., die im
Körpergewebe gespeichert sind. Sie werden auf sehr sanfte Weise gelöst und der
cranio sacrale Rhythmus wieder harmonisiert.

Die Therapie wirkt auch direkt auf das zentrale Nervensystem, wodurch eine tiefe
körperliche Entspannung erreicht wird.
Wenn man in dieser tiefen Entspannung ist, meldet sich das Zellgedächtnis und erinnert
sich auch an Ereignisse, die schon sehr lange zurückliegen..
Durch feine achtsame , auf ihr inneres Heilsystem eingestimmte Hände „lausche ich“
den subtilen Rhythmen in ihrem Körper und erspüre Blockaden dort, wo der
Rhythmus nicht mehr frei fliessen kann.
Ich lade ihr eigenes und intelligentes Selbstheilungssystem ein, die
Bewegungseinschränkungen am Körper und Schädel aufzulösen, damit der
uneingeschränkte Energiefluss wieder möglich wird.
Die Blockaden werden während der Behandlung durch spezielle, sehr sanfte
Drucktechniken wieder aufgelöst.

Durch diese Methode werden die Selbstheilungskräfte des Körpers wieder aktiviert
und eine tiefgreifende Heilung kann eingeleitet werden.

In der Cranio Sacral Therapie geht man davon aus, dass der rhythmische Fluss
des Gehirnwassers im Gehirn bis hinunter ins Rückenmark (Duralschlauch) für das
Wohlbefinden des Menschen von grosser Bedeutung ist.
Dieser Gehirnwasserfluss pulsiert normalerweise in einem Rhythmus von 6-12 Zyklen
pro Minute vom Schädel (Cranio) bis zum Kreuzbein (Sacrum). Man nenn diesen
auch den Lebensatem-Rhythmus. Dabei werden die empfindlichen Nervenstrukturen
behutsam geschützt. Harmonisch bewegt werden so auch die einzelnen Knochen vom
Schädel bis zum Kreuzbein.

So kann diese Form der Therapie auch helfen, Ängste zu lindern, nervösen Stress
abzubauen und aufzulösen, die Gedächtnisleistung anzuregen und zu fördern,
Sprachstörungen zu verbessern, Bewegungseinschränkungen zu lindern und aufzulösen.

Erkrankungen des zentralen Nervensystems und Gehirns , wie Demenz, Alzheimer,
multiples Sklerose und Parkinson können im Anfangsstadium positiv beeinflusst und
erfolgreich behandelt werden.

Die Zellen werden eingeladen, sich wieder in ihren ursprünglichen heilen Zustand
zurückzubewegen – auch State oder Point of Balance genannt –
Die Funktionsfähigkeit des vegetativen Nervensystems und des Drüsensystems verbessert
sich.

Gleichzeitig wird die Immunabwehr gestärkt und das energetische Grundpotenzial des
ganzen Körpers erhöht. So steigt neben dem körperlichen auch das seelische Wohlbefinden.

Kein Gegensatz zur Schulmedizin

Die Cranio-Sacral Therapie kann begleitend zu „klassischen“, schulmedizinischen Therapien
eingesetzt werden. Da sie das Immunsystem stärkt und das allgemeine Wohlbefinden
erhöht, kann sie den Heilungsverlauf schulmedizinischer Behandlungen nachhaltig positiv
beeinflussen.

Bei allen Therapien erscheint mir die Rückbindung in das Urvertrauen in unsere
eigenen Selbstheilungskräfte mit am Wichtigsten zu sein.
Wieder an die Kraft unserer Gedanken und Wünsche zu glauben.

Demenz eine Folge traumatischer Erlebnisse
Dass die seelische Konstitution des Menschen eine nachhaltige Wirkung auf den Körper, bis
in die Strukturbildung des Gehirnes hinein hat ist hinreichend erforscht. Auch Gefühle
werden als Aspekt früherer Erfahrungen im Gehirn verankert und bestimmen spätere
Grundhaltungen, Überzeugungen und letztlich auch die Art und Weise, wie wir unser
Gehirn nutzen. Die Art und Weise wiederum, wie wir unser Gehirn nutzen führt
zu Re- oder Degeneration von Nervenzellen und deren Verbindungen, den Synapsen.

Prof. Bauer führte als Arzt und Psychotherapeut Studien mit an Alzheimer erkrankten
Menschen durch.
Alle von ihm untersuchten Personen zeigten schwere seelische Kränkungen und
Verletzungen, bei 67% schwere Vernachlässigung sowie Überforderungs- und Trauma
Situationen in der Kindheit.

In Deutschland leiden heute noch etwa 5 Millionen zwischen 1930 und 1945 geborene
Menschen, die so genannten Kriegskinder, an posttraumatischen Belastungsstörungen.
Damit verbundene Symptome sind z.B. Angst, Schlaflosigkeit, Panikattacken,
Hoffnungslosigkeit.

Was ist ein Trauma? Ein Trauma ist eine unvollständige Antwort des menschlichen
Organismus auf überwältigende, lebensbedrohliche Ereignisse: Missbrauch,
Vernachlässigung, Überforderung, Entwurzelung, Gewalt; Vergewaltigung, an einem selbst
geschehen oder als Zeuge erlebt, kann zu nachhaltiger Traumatisierung führen.

Erringt man den abgespaltenen Persönlichkeitsanteil nicht zurück, kann dieser im
Laufe des Lebens immer mehr an Macht gewinnen.
Das, was man nicht anschauen möchte, weil es gar zu bedrohlich ist,
dringt in der Demenz zunehmend wieder in unser Gedächtnis
die Erinnerung an das Unaussprechliche kommt wieder.

Beispiele

-Erinnerung an Kriegstraumatas,
– Folge von Geburtstraumatas
– Gewalttraumatas sowohl körperlicher aus auch sexueller Art
Was erlaubt die Demenz:
– Dinge zu leben, die man sich vorher nicht erlaubt hat.
– In eine andere Realität gehen, weil die reale gelebte Welt unerträglich wird/
geworden ist: siehe Film „An ihrer Seite“

Je älter wir werden, umso weniger Kraft zur Verdrängung steht uns zur Verfügung.
Der Mensch im vorgeschrittenen Stadium ist wie tot, spürt sich nicht mehr,
und kann so möglicherweise überleben. Die Energie, die nicht in Kampf oder Flucht
verbraucht wird, der damit verbundene Stress wird aber komprimiert und im
Nervensystem gebunden.
Das Erleben wird in der körperlichen Erstarrung eingefroren, Bilder, Worte, Geräusche,
der Schmerz – und all die erlebte Angst -.
Während die Fakten vergessen sind, bleibt ein Grundgefühl der Bedrohung.

Der Körper kann sich in der Demenz verhärten, versteifen.
Demente Menschen spüren sich häufig nicht mehr so gut , wirken bei fortgeschrittener
Erkrankung wie körperlos. Sie können im Winter in Sommerkleidung durch die Strassen
irren und spüren keine Kälte, weil sie sich nicht spüren.
Alles ist erstarrt. Der Mensch mag auf der Suche sein, getrieben, vielleicht nach seinem
zu Hause – seinem inneren Zuhause –
(siehe das Theaterstück „Luise will nach Hause“)

Die Gedanken kreisen wie enthoben der irdischen Realität eben irgendwo.
Auf der Erde ist alles fremd, der eigene Körper eingeschlossen.
In den fortgeschrittenen Phasen wird niemand mehr erkannt, weder die täglichen
Bezugspersonen noch die eigenen Kinder.
Desorientierung nennen wir dies im Fachjargon;
zu Ort, Zeit, Sprache, Personen, zu sich selbst.

Chronischer Stress

Demente Menschen sind in einem Zustand permanenter Übererregung. Eines der
heilsamen Aspekte in der Arbeit mit ihnen ist es, ein Klima der Ruhe und Harmonie zu
schaffen. Unruhe trifft sofort auf starke Resonanz, ist für den dementen Menschen häufig
nicht zu ertragen.
Ein unbewältigtes Trauma verändert die Reizverarbeitung im Gehirn, führt zu einer
permanent erhöhten Erregung des zentralen Nervensystems.
Chronischer Stress verhindert das Entstehen und Wachsen neuer Nervenzellen im Gehirn.

In der Demenz sind Selbstwertgefühl, Lernen und Erinnern nachhaltig gestört.
Wenn es so ist, dass traumatische Erlebnisse eine wesentliche Ursache zur Entstehung von
Demenz sind, liegt darin auch ein Schlüssel zur Heilung.
Die Bearbeitung der benannten Symptome ist kein leicht zu gehender Weg,
aber ein möglicher.
Es gibt zunehmend heilsame, therapeutische Methoden auf körperlicher, seelischer sowie
geistiger Ebene. Da Demenz alle drei Ebenen betrifft sollte hier wahrscheinlich auf allen
drei Ebenen angesetzt werden.

Ob es eine durch gezielte Körperarbeit schrittweise Lösung der komprimierten
Lebensenergie aus dem Organismus ist:
die Arbeit mit und an der Seele, die Reintegration gebundener Lebensenergie
erscheint mir extrem wichtig in der therapeutischen Arbeit mit Betroffenen.